Der Verein

Vorstand

Der Verein wird vertreten durch den Vorstand:
Pfarrer Klaus Firnschild-Steuer, 1. Vorsitzender
Frau Anita Panzer, 2. Vorsitzende

Mitglieder des erweiterten Vorstandes sind:
Frau Doris Diehl-Grüm
Frau Karin Hertel
Herr Johann Förtsch

In der Verwaltung sind tätig:
Frau Stefanie Stoll

Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke. Er möchte eine zeitgemäße Form der Diakonie unter den in Heroldsberg und Kalchreuth gegebenen Verhältnissen üben. Er will überall dort tätig werden, wo Menschen seiner Hilfe und Betreuung bedürfen. Dies geschieht insbesondere auf dem Gebiet der ambulanten Alten-, Kranken- und Familienpflege durch die Trägerschaft einer Diakoniestation und in der familienergänzenden Erziehung und Bildung des Kleinkindes durch die Trägerschaft eines nach den Grundsätzen der Diakonie geführten Kindergartens und einer Kinderkrippe.

Mitgliedschaft

Es besteht die Möglichkeit Mitglied im Diakonieverein zu werden. Der Jahresbeitrag pro Person beläuft sich derzeit auf 25 Euro, darüber hinausgehende Spenden sind jederzeit herzlich willkommen.

 Die Mitglieder werden regelmäßig über den Verein informiert und einmal im Jahr zu einer Jahreshauptversammlung eingeladen. 

Die Beitrittserklärung kann jederzeit angefordert oder hier herunterladen werden.

Beitrittserklärung des Diakonievereins Heroldsberg e.V.

 

Hintergrundinformationen zum Diakonieverein

(aus dem Buch von Karl Heckel: Die Kirche St. Matthäus in Heroldsberg)

Ein erster Ansatz zur Verwirklichung eines Gemeindepflegevereins, bzw. derartige Gründungsabsichten, finden sich in der Pfarrbeschreibung Pfr. G. Peter Griebels. Er schließt seine Pfarrbeschreibung nämlich mit einer Zusammenfassung verschiedener Wünsche und Ziele ab, die er gern in die Tat umgesetzt wissen wollte. Dazu gehörte „eine zu errichtende Kinderschule [d.h. Kindergarten], die ich seit meinem Hiersein anstrebe. In Verbindung damit Gemeindediakonie. Das sin die Mittel, wodurch eine Förderung [des Gemeindelebens] immerhin erwartet werden kann, wenn Gott Gnade gibt.

Eine Verwirklichung dieser Bestrebungen begann mit der Gründung des ‚Vereins für Volksfürsorge‘ 1918. Seit Ende der zwanziger Jahre unterhielt er eine ‚Kinderschule‘ mit bis zu 70 Kindern unter der Leitung der Diakonisse Schwester Margarete im Gebäude des Weißen Schlosses (ehem. Rathaus). Dieser ‚Verein für Volksfürsorge‘ stand unter kirchlicher, d.h. christlicher Regie, wobei Pfr. Peter Griebel den Vorsitz führte. 1940 vollzog der Vorstand die Auflösung des bisherigen ‚Vereins für Volksfürsorge‘. Fortan führte er jetzt den Namen ‚Nationalsozialistische Volksfürsorge‘ (NSV). Mit dem katastrophalen Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 wurden von der amerikanischen Besatzungsmacht zunächst alle ehemals nationalsozialistischen Vereinigungen verboten und aufgelöst. Damit war auch eine längere Unterbrechung jeder sozial-diakonischen Arbeit eingetreten.
Der ‚Verein für Gemeindepflege e.V.‘ wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erst im Jahr 1946 wieder neu ins Leben gerufen. Damals schuf sich der neue Verein unter der tatkräftigen Leitung Pfr. Hans Hellmuths eine erste Satzung, die später unter Pfr. Gerhard Fragner noch einmal auf den neuesten Stand gebracht wurde. Der Verein eröffnete als erste Tag nach dem Krieg am 1. Mai 1946 wieder den Kindergarten, die im Volksmund sogenannte ‚Kinderschule‘, die ausdrücklich als ‚christlicher Kindergarten‘ geführt werden sollte. Am 1. Mai 1947 konnte der ‚Verein für Gemeindepflege e.V.‘ auch die ‚Gemeindepflegestation‘ wieder errichten.

Während vor 1988 die jeweils leitenden Schwestern selbstständig nach Absprache mit den anderen Schwestern den Dienst an den Kranken und Pflegebedürftigen in der Gemeinde einteilten und versahen, wurde danach die eingespielte Teamarbeit zwar fortgesetzt, jedoch seit 1988 unter eine feste organisatorische Leitung gestellt.
Nach diesen ersten Anfängen wuchsen dem Verein beständig neue Aufgaben zu.
Nach dem ersten Kindergartenbau 1956, folgte aufgrund der steigenden Kinderzahl in Heroldsberg 1978 ein neuer Kindergarten für drei Gruppen. Der alte Kindergarten diente fortan der offenen Jugendarbeit unter der Trägerschaft des ‚Vereins für Gemeindepflege‘. Auf Bitten der Marktgemeinde Heroldsberg übernahm der ‚Verein für Gemeindepflege‘ im Jahr 1993 die Trägerschaft des Kindergartens ‚Am Bühl‘ sowie des Kindergartens in Großgeschaidt im Jahre 1994. Als die Marktgemeinde in den Räumen des Schulhauses 1997 einen Kinderhort einrichtete, übernahm der ‚Verein für Gemeindepflege‘ die Trägerschaft.

Im Jahr 2002 beschloss die Marktgemeinde, die Trägerschaft für den Kinderhort, den Kindergarten ‚Am Bühl‘ und den Kindergarten Großgescheidt selbst zu übernehmen. Da das ‚Haus der Jugend“ eine erheblich finanzielle Belastung für den ‚Verein für Gemeindepflege“ bedeutete, übernahm die Marktgemeinde auf Bitten des ‚Vereins für Gemeindepflege‘ auch die offene Jugendarbeit.
Diese Veränderungen bedeuteten einen großer Einschnitt in das Wirken und in die Struktur des Vereins. Daher gab sich der bisherige ‚Verein für Gemeindepflege‘ im Jahre 2003 eine neue Satzung und einen neuen Namen. Seit Dezember 2003 führt der Verein den Namen „Diakonieverein Heroldsberg e.V.“.

Damit hat der Verein zum ursprünglichen Profil wieder zurückgefunden und versteht seine Arbeit mit den Kindern sowie der Alten- u. Krankenpflege auf christlicher Grundlage und in enger Zusammenarbeit mit der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Heroldsbergs.